Öffnungszeiten

4.11.19 bis 28.2.20
Museumsgebäude geschlossen

November bis März:
Dienstag - Sonntag 10 - 16.30 Uhr

Geschlossen:
24. Dezember

Eintrittspreise

Tageskarten

Erwachsene: 3,50 Euro
ermäßigt: 2,00 Euro
Familien: 7,00 Euro
Kinder unter 6 Jahre: frei

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Kontakt & Anfahrt

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden
Kastanienallee
19406 Groß Raden

Telefon: 03847 - 2252

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Vortrag:
Von Arkona bis Zarrentin: Aktuelles aus der Landesarchäologie Mecklenburg-Vorpommern

Termin:
4. Dezember, 19:30 Uhr

Referent:
Detlef Jantzen

Ort:
Hauptgebäude des Archäologischen Freilichtmuseums
Groß Raden

 

November 2019 bis April 2020: Abendvorträge im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden

Die Reihe beginnt im November mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jörg Karlsen und Dr. Melanie Augstein über ein 2000 Jahre altes Gräberfeld bei Nienbüttel, Lkr. Uelzen, dessen Fundmaterial mehr als 100 Jahre im Magazin schlummerte. Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich nun mit den komplexen rituellen Handlungen, die die Beisetzung der Verstorbenen begleiteten.

Im Dezember berichtet Dr. Detlef Jantzen über aktuelle Grabungs- und Forschungsergebnisse zwischen Arkona und Zarrentin. Rund 12.000 Jahre Besiedlung haben ihre Spuren im Boden Mecklenburg-Vorpommerns hinterlassen. Bei verschiedensten Anlässen kommen sie wieder zutage und geben manches Rätsel auf – mitunter tragen sie aber auch dazu bei, Rätsel zu lösen.

Im Januar gibt Björn Rauchfuß M. A. einen Einblick in das Archäologische Archiv Mecklenburg-Vorpommern, das nicht nur Gegenstände aus Stein, Keramik und Metall enthält, sondern auch Glasfunde aus dreieinhalb Jahrtausenden. Sie werden nun erstmals komplett gesichtet und erfasst. Dabei tauchen zerbrechliche Kostbarkeiten auf, die bisher noch nie veröffentlicht worden sind.

Im Februar blickt Dr. Jens Auer nach Wismar. Dort wurde 2017 die komplette Backbordseite eines großen, aufwändig gebauten seegehenden Handelsschiffs aus der Zeit um 1190 geborgen. Die südliche Ostseeküste war in dieser Zeit Teil des dänischen Herrschaftsgebietes, die Stadt Wismar existierte allerdings noch nicht. Was war also der Anlaufpunkt für ein Schiff dieser Größenordnung?

Im März berichtet Dr. Sebastian Messal über die Grabungen auf dem frühmittelalterlichen Handelsplatz in Rostock-Dierkow. Er war eine wichtige Schnittstelle zwischen Ostsee und Binnenland, über die fremde Menschen und exotische Waren ins Land kamen. Er erfüllte aber auch eine wichtige Funktion in der Kette der Handelsplätze, die sich an der gesamten Ostseeküste entlangzogen.

Und im April stellen schließlich Annemarie Schramm M.A. und Dr. Lars Saalow ein Grab vor, in dem sieben Menschen bestattet waren. Man hatte sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt, wie es am Ende der älteren Bronzezeit gerade modern geworden war. Trotzdem ließen sich an ihren Knochen noch Verletzungsspuren nachweisen – und vielleicht kennen wir sogar die Tatwaffen.

Die Vorträge werden gemeinsam vom Verein der Freunde und Förderer des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden und der Abteilung Landesarchäologie des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet. Sie finden jeweils Mittwochs um 19.30 Uhr im Vortragsraum des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden statt. Der Eintritt beträgt 3,50 €.

Programm

06. November 2019 Hans-Jörg Karlsen
Melanie Augstein
Eigenartigen Grabsitten auf der Spur: Ein 2000 Jahre alter Bestattungsplatz bei Nienbüttel, Lkr. Uelzen
4. Dezember 2019 Detlef Jantzen Von Arkona bis Zarrentin: Aktuelles aus der Landesarchäologie Mecklenburg-Vorpommern
08. Januar 2020 Björn Rauchfuß Fundstücke aus dreieinhalb Jahrtausenden: Gläserne Kostbarkeiten im Archäologischen Archiv Mecklenburg-Vorpommern
5. Februar 2020 Jens Auer Portus Wissemer und das Grosse Schiff von Wismar. Ein Schiffsfund als Wegweiser zum ersten Hafen der Hansestadt
4. März 2020 Sebastian Messal Interaktion und Mobilität im Frühmittelalter – Rostock-Dierkow und seine Nachbarn
8. April 2020 Annemarie Schramm
Lars Saalow
Sieben auf einen Streich? Ein Grab mit bronzezeitlichen Gewaltopfern bei Bad Doberan, Lkr. Rostock